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Auf den Hochgrat im Winter – Schneeschuhwanderung mit Top-Panorama

Wenn der Wetterdienst schön einen Traumtag in den Bergen verspricht, sollte man nicht lange zögern und die Sachen packen. Wir entscheiden uns für eine Wanderung auf den höchsten Berg im Westallgäu. Bei anfangs noch frostigen Temperaturen geht es heute auf den Hochgrat.

 

Der Hochgrat im Winter

Wir starten unsere Tour am Parkplatz der Hochgratbahn hinter Steibis bei Oberstaufen. Nachdem wir bereits auf der Anfahrt den Berg einem gründlichen Check unterzogen haben, entscheiden wir uns die Schneeschuhe einzupacken, auch wenn wir diese vermutlich gar nicht brauchen werden. Und tatsächlich: Auf den ersten gut 250 Höhenmetern liegt kaum Schnee, dafür ist es umso glatter. Und des is rutschig Freunde, uiuiui… Ein Eispickel und Spikes wären wohl besser gewesen 😉

Aber des soll uns nicht abhalten, den Hochgrat im Winter zu erklimmen. Und so setzen wir unseren Weg weiter fort, schrauben uns Meter für Meter nach oben und genießen so langsam auch die ersten Sonnenstrahlen, die durch den Kammwald auf unsere Nasenspitzen treffen.

 

Auf dem Weg auf den Hochgrat im Winter

 

Als die Schneedecke dann etwas dicker wird überlegen wir zwar kurz unsere Schneeschuhe anzulegen, entscheiden uns aber dann doch dagegen. Es geht im Moment definitiv noch ohne, auch wenn wir schon einige Schneeschuhwanderer gesehen haben.

 

Die letzten Meter bis zum Gipfel

Schon bald erreichen wir das Staufner Haus, von wo aus es nur noch wenige Höhenmeter bis zur Bergstation der Hochgratbahn sind. Und je näher wir der Bahn kommen, desto mehr Menschen tümmeln sich auch auf unserem Weg auf den Hochgrat im Winter.

 

Ausblick aufs Staufner Haus im Westallgäu

 

So stehen wir die letzten Meter bis zum Gipfel eher im Stau und kommen nur langsam voran. Doch das 180°  Panorama vom Gipfel sprechen einfach für sich!

 

Ausblick vom Hochgrat im Winter

 

Zwar wollten wir hier eigentlich eine gemütliche Pause einlegen und gscheid brotzeiten, doch der Wind lässt unsere Finger in Nullkommanix auskühlen und relativ schnell weicht auch jedes Gespür aus selbigen.. Und deshalb gibts nur schnell a schneidige Gipfelhalbe und an Bissen von der Semmel, dann gehts auch schon wieder runter.

 

Der Abstieg

… erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Wer möchte kann einen Schlitten mit raufziehen und dann einfach abfahren. Macht jede Menge Spaß, aber passts auf die Menschen auf der Strecke auf gell 😉

Wir entscheiden uns dann unsere Pause an der Alpe Oberlauch nachzuholen und verbringen so noch ein paar wunderbare Sonnenminuten im Liegestuhl liegend, bevor wir weiter zum Parkplatz absteigen.

 

Fazit

Der Hochgrat im Winter ist ein tolles Auflugsziel, das bei gutem Wetter mit einem tollen Panorama belohnt. Wer es allerdings gerne etwas ruhiger hat und Menschenmassen am Berg eher meidet, sollte sich einen abgelegeneren Gipfel aussuchen, wie z.B. den Stuiben im Oberallgäu.

 

Details

Startpunkt: Parkplatz Hochgratbahn
Endpunkt: Parkplatz Hochgratbahn
Schwierigkeit: ●●●●●
Landschaft: ●●●●●
Länge: ca. 11 km
Höhenmeter: ca. 1.000 Aufstieg
Zeit: ca. 5 h

* alle Angabe basieren auf eigenen Einschätzungen, bzw. anhand gemessener Werte einer Sportuhr

 

[Gesamt: 4   Durchschnitt:  4.8/5]

 

Tipps

1) Schneeschuhe sind bei höherer Schneedecke empfehlenswert

2) Für eine schnelle und spaßige Abfahrt Schlitten oder Rodel mitnehmen

3) Aktuelle Bedingungen kannst du dir auf der Webcam der Hochgratbahn ansehen

 

>> Fragen zur Tour? Kontaktiere mich gerne hier